Die großen „Tücken“ der SPLA Lizenzierung

Schnell mal beim Distributor anrufen, einen SPLA Vertrag zeichnen und 2 Tage später schon die Cloud installieren und zur Verfügung stellen. Das Dynamik und Geschwindigkeit im SPLA-Business groß geschrieben werden ist kein Geheimnis, aber genauso schnell kann ich in eine unbewusste, falsche Lizenzierung abrutschen.

Wollen wir uns heute mal mit den Stolpersteinen zur schlüssigen Lizenzierung beschäftigen.

Die simpelsten Zusammenhänge an folgender Stelle:

1. Windows Server

Mit jedem gezeichneten SPLA-Vertrag ist dies so sicher, wie das Amen in der Kirche. Jegliche Lizenzierung mit SPLA Lizenzen hat den Windows Server zur Folge bzw. Grundlage. Es gibt keine Möglichkeit den Windows Server in irgendeiner Konstellation nicht zu nutzen. SQL Server, Terminal Server, Exchange, SharePoint… alle benötigen die Basis.


2. Remote Desktop Services (RDS SAL)

Abseits einer Ausnahme (Managed PC Amendment) kann die Nutzung von Office innerhalb der SPLA-Programmatik ausschließlich über einen Terminal Server abgebildet werden. Sollten Sie also nicht die Berechtigung haben, Client Geräte an Endkunden zu vermieten, so muss die Anzahl der RDS SALs immer größer oder gleich der eingesetzten Office Lizenzen sein.


3. SharePoint Standard/Enterprise

SharePoint ist die einzige Additivlizenz innerhalb der SPLA-Programmatik. Wer Enterprise nutzen möchte, der muss auch Standard lizenzieren.


4. SQL

Wer CRM oder SharePoint nutzt, der braucht auch zwingend einen SQL Server. Ausgeschlossen natürlich, wenn Datenbanklösungen von anderen Anbietern genutzt werden. Wichtig ist an dieser Stelle die korrekte Dokumentation.


5. SQL Web

SQL Server Web Edition – Darf ich oder nicht?


6. Abgelaufen Produkte

Sie können immer die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Produkte (SPUR), innerhalb der Vertragslaufzeit (3 Jahre), für Ihre Lösungen nutzen. Sollte ein Produkt innerhalb dieses Zeitraums abgekündigt werden, welches Sie bereits aktiv innerhalb der Vertragslaufzeit genutzt haben, dann können Sie es noch bis zur Vertragsverlängerung weiter nutzen.

Für alle anderen gilt:

Ein abgelaufenes Produkt reporten, kommt einem „Nicht-reporten“ gleich.

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